Wir präsentieren Ihnen heute die Fraktions-Reden zur Haushaltssitzung vom 02. Juli 2009.
Rede von Bernd Schötterl zur Haushaltssitzung 02.07.2009
Für mich persönlich steht heute meine erste Haushaltsrede an. Nichtsdestotrotz ist mir das übliche Prozedere durchaus geläufig. Ein Haushalt wird gemeinsam aufgestellt, gemeinsam diskutiert, mehr oder weniger gemeinsam verabschiedet, aber vorab in zumeist endlosen Haushaltsreden mehr oder weniger eloquent und fundiert im Alleingang politisch ausgeschlachtet. Und das obwohl man das ganze Jahr über Zeit gehabt hätte sein Mandat dazu zu benutzen Kurskorrekturen anzuregen, Verbesserungsvorschläge einzubringen und Ausgaben bzw. Einnahmen zu hinterfragen.
So kann sich der geneigte Zuhörer und vor allem der potentielle Wähler bei so genannten Haushaltsreden zumeist auf viel Polemik einstellen oder auch freuen. So wird der politischen Gegner gerne unmotivierten Angriffen ausgesetzt, die objektiv gesehen zumeist nur dazu geeignet sind, eigene Versäumnisse zu kaschieren.
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Rede von Uwe Scharpegge zur Haushaltssitzung 02.07.2009
wir bzw. einige von uns sind nun ein gutes Jahr als Stadträte hier in Amorbach aktiv. Es war ein interessantes und lehrreiches Jahr, in dem wir so langsam die Abläufe und Gesetzmäßigkeiten eines Stadtrates kennen lernen konnten.
Heute müssen wir den Haushalt für 2009 verabschieden. Vor einem Jahr wurde uns der HH 2008 vorgelegt und wir durften diesen ohne viel internes Wissen verabschieden.
Ein Jahr ist vorüber und wir haben einige Entscheidungen getroffen, die ein großes Investitionsvolumen beinhalteten. Angesichts der aktuellen Situation kann man da schon ins Zweifeln kommen.
Wenn wir heute nochmals darüber entscheiden müssten, ich weiß nicht, ob die Entscheidungen dieselbigen sein würden.
Jetzt, nachdem die Zahlen bekannt sein dürften, werden manchen die Tränen in die Augen steigen. Unsere Kämmerin Frau Weimann-Roloff sagt wohl nicht zu Unrecht – in der Privatwirtschaft wäre eine Insolvenz die Folge aus der prekären Situation, in der wir uns finanziell in der Stadt befinden.
Dem kann ich mich nach grober Lektüre der Daten nur anschließen – und als Unternehmer kann ich nur beipflichten, wir sind eigentlich bankrott.
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